Kapitel I
Was es bedeutet
Der endlose Knoten wird als eine einzige Linie gezeichnet, die sich durch sich selbst hindurchwindet und zu ihrem Ausgangspunkt zurückkehrt. Im tibetischen Buddhismus steht er für pratityasamutpada Bedingtes Entstehen: die Lehre, dass alles in Abhängigkeit von anderen Bedingungen entsteht. Glossar, das abhängige Entstehen: die Lehre, dass alles in Abhängigkeit von anderem entsteht, sodass nichts für sich allein existiert.
Er wird auch als Einheit von Weisheit und Mitgefühl im Geist des Buddha gedeutet und als der endlose Kreislauf von Geburt und Wiedergeburt, aus dem die Lehre Befreiung verheißt. Als Geschenk wünscht er dauerhafte Verbundenheit und Glück.
Kapitel II
Woher es kommt
Verflochtene Knotenmuster sind in Südasien sehr alt. Im Buddhismus wurde der Knoten Teil der ashtamangala, der acht Glückssymbole, die in Indien entstanden und in Tibet, Nepal und der Mongolei besondere Bedeutung erlangten.
Manche Forscher bringen ihn mit dem shrivatsa in Verbindung, einem alten indischen Glückszeichen, das auf der Brust des Gottes Vishnu dargestellt wird.
Kapitel III
Wo man es heute sieht
Der Knoten wird auf tibetische Tempel und Möbel gemalt, in Teppiche gewebt und in Kleidung gestickt. In Schmuck und Tattoos ist er beliebt, und in China hängt man im selben Sinn eine rote geknotete Schnur als Glückszeichen auf.