Kapitel I
Was es bedeutet
Die Diya ist Licht in seiner bescheidensten Form: ein Tonschälchen mit Öl und ein Docht. Im hinduistischen Denken steht das Licht für Wissen und für das Göttliche, die Dunkelheit für Unwissenheit. Bei Tagesanbruch und in der Dämmerung eine Lampe anzuzünden ist ein Gebet, eine Einladung an die Gottheit, gegenwärtig zu sein.
Bei der arati Ein Ritus, bei dem eine Lampe vor dem Bild einer Gottheit geschwenkt und dann den Gläubigen dargeboten wird. Glossar wird eine Lampe mit einer oder vielen Flammen vor dem Bild einer Gottheit geschwenkt und dann den Gläubigen dargeboten, die ihre Wärme mit den Händen zu ihrem Gesicht ziehen. Die geteilte Flamme ist ein Segen, der von der Gottheit an die Menschen weitergegeben wird.
Kapitel II
Woher es kommt
Tonlampen gehören zu den ältesten Gegenständen des indischen Alltags. Lampen kommen in Ritualen vor, die in hinduistischen Texten ab dem 1. Jahrtausend n. Chr. beschrieben werden, und der Brauch der Lampenreihen, dipavali, gab dem Diwali-Fest seinen Namen.
Auch Jainas, die Diwali als die Nacht begehen, in der Mahavira die endgültige Befreiung erlangte, und Sikhs, die zur selben Zeit Bandi Chhor Divas feiern, zünden Lampen an.
Kapitel III
Wo man es heute sieht
Zu Diwali säumen Millionen von Diyas Fenster, Treppen und Flussufer in Indien und in indischen Gemeinschaften auf der ganzen Welt. In vielen Haushalten wird jeden Morgen und Abend vor dem Hausschrein eine Lampe angezündet. In den Wochen vor dem Fest füllen bemalte Diyas aus Ton die Märkte.