Kapitel I
Was gefeiert wird
Der Koran erzählt, wie Abraham (Ibrahim) träumte, Gott befehle ihm, seinen Sohn zu opfern. Vater und Sohn unterwarfen sich beide, und als Abraham sich anschickte, rief Gott ihn an und gab an Stelle des Knaben ein großes Opfer. Die Geschichte ist das Urbild des islam, der Hingabe an Gott.
Das Fest fällt auf den zehnten Tag des Pilgermonats. Während Millionen Pilger in Mekka die Riten des Hadsch vollenden, feiern Muslime überall mit ihnen.
Kapitel II
Wie gefeiert wird
Der Tag beginnt mit dem Festgebet. Danach opfern Familien, die es sich leisten können, ein Schaf, eine Ziege, ein Rind oder ein Kamel und befolgen dabei Regeln für ein schonendes Schlachten. Das Fleisch wird in drei Teile geteilt: für die Familie, für Verwandte und Freunde und für die Armen.
In den folgenden Tagen besuchen sich die Familien, essen festlich und beschenken einander. Viele fasten am Vortag, dem Tag von Arafat.
Kapitel III
In aller Welt
In der Türkei heißt das Fest Kurban Bayramı, in Westafrika Tabaski, in Südasien Bakra Eid. Viele Länder gewähren mehrere Feiertage, und in den Wochen davor füllen sich die Viehmärkte.