Sekten und falsche Propheten · Warten auf das Ende
Aum Shinrikyo und der Anschlag auf die Tokioter U-Bahn
1984 als Yogakreis gegründet, wurde Aum Shinrikyo zur bewaffneten Endzeitbewegung, deren Nervengasanschlag 1995 in Tokio 14 Menschen tötete.
Diese Seite beschreibt eine Gruppe, die Schaden anrichtete und Todesopfer forderte. Sie ist als Geschichte geschrieben, nach Gerichtsakten, amtlichen Untersuchungen und Fachliteratur, ohne drastische Einzelheiten. Fachleute bevorzugen oft den Begriff „neue religiöse Bewegung“.
- Wann
- 1984–2018
- Wo
- Japan, vor allem Tokio und der Fuß des Fuji, mit Ablegern in Russland und anderswo
- Traditionen
- Buddhismus, Hinduismus, Christentum
In Zahlen
- 14Todesopfer des U-Bahn-Anschlags vom 20. März 1995 (13 bis 1996; ein 14. Opfer starb 2020)
- mehr als 6.000Verletzte des U-Bahn-Anschlags, viele mit bleibenden Schäden
- 27Todesfälle, für die das Bezirksgericht Tokio Asahara in seinem Urteil von 2004 verantwortlich machte
- 13Mitglieder, die zum Tode verurteilt und im Juli 2018 hingerichtet wurden
Kurz gesagt
- I.Aum Shinrikyo begann 1984 in Tokio als Yoga- und Meditationsgruppe unter Shoko Asahara, der buddhistische, hinduistische und christliche Endzeitvorstellungen zur Botschaft eines nahenden Armageddon verschmolz.
- II.Anfang der 1990er-Jahre hatte die Bewegung in Japan Tausende Anhänger, viele davon junge Hochschulabsolventen, und eine abgeschlossene Welt aus Kommunen, Initiationen und absolutem Gehorsam gegenüber dem Guru.
- III.Am 20. März 1995 setzten Mitglieder in fünf Tokioter U-Bahn-Zügen Nervengas frei, töteten 14 Menschen und verletzten mehr als 6.000 – nach früheren Morden, die die Polizei nicht aufgeklärt hatte.
- IV.Japanische Gerichte verurteilten Asahara und viele führende Mitglieder; dreizehn wurden zum Tode verurteilt und im Juli 2018 hingerichtet, und der Bewegung wurde der Rechtsstatus als religiöse Körperschaft entzogen.
Zeitleiste
- 1984Chizuo Matsumoto, der den Namen Shoko Asahara annimmt, gründet in Tokio eine Yogagruppe, die 1987 in Aum Shinrikyo umbenannt wird.
- 1989Aum wird in Tokio als religiöse Körperschaft eingetragen; im November wird der Anwalt Tsutsumi Sakamoto, der Angehörigen von Mitgliedern half, zusammen mit seiner Frau und seinem kleinen Sohn ermordet.
- 1990Asahara und 24 Anhänger kandidieren als Shinrito (Partei der Höchsten Wahrheit) für das Parlament; alle scheitern.
- Juni 1994Eine Nervengasfreisetzung in einem Wohngebiet von Matsumoto tötet sieben Menschen; ein achtes Opfer stirbt 2008.
- 20. März 1995Mitglieder setzen in fünf U-Bahn-Zügen, die auf das Zentrum Tokios zufahren, Nervengas frei.
- Mai 1995Nach wochenlangen Razzien in Einrichtungen von Aum verhaftet die Polizei Asahara auf dem Gelände in Kamikuishiki am Fuß des Fuji.
- 2004Das Bezirksgericht Tokio verurteilt Asahara zum Tode; das Urteil wird 2006 rechtskräftig.
- Juli 2018Asahara und zwölf weitere Mitglieder werden hingerichtet.
Was die Quellen zeigen
- Aum Shinrikyo wurde 1989 von der Präfekturverwaltung Tokio als religiöse Körperschaft eingetragen, was ihr Steuervorteile und rechtlichen Schutz verschaffte.
- Mitglieder ermordeten im November 1989 den Anwalt Tsutsumi Sakamoto, seine Frau und ihren kleinen Sohn; die Leichen wurden erst gefunden, nachdem Aum-Mitglieder 1995 gestanden hatten.
- Die Gruppe verübte den Anschlag von Matsumoto im Juni 1994 und den Anschlag auf die Tokioter U-Bahn am 20. März 1995, wie später vor Gericht festgestellt wurde.
- Ein Gericht in Tokio ordnete 1995 die Auflösung von Aum als religiöse Körperschaft an; die Anordnung wurde Anfang 1996 rechtskräftig.
- Asahara wurde 2004 zum Tode verurteilt und am 6. Juli 2018 hingerichtet, im selben Monat wie zwölf weitere verurteilte Mitglieder.
Was die Legende erzählt
- Aum wird oft als Gruppe schlecht ausgebildeter Gestrandeter vorgestellt. Tatsächlich zog sie viele junge Menschen von guten Universitäten an, darunter Naturwissenschaftler, Ärzte und Ingenieure – ein Grund, warum der Fall Japan so tief erschütterte.
- Manchmal heißt es, der Anschlag sei ohne Vorwarnung gekommen. Aum war schon vor 1995 mit dem Verschwinden Sakamotos und den Todesfällen von Matsumoto in Verbindung gebracht worden, und spätere Untersuchungen warfen der Polizei vor, nicht früher gehandelt zu haben.
- Populäre Darstellungen schreiben Aum manchmal ein riesiges, funktionierendes Waffenarsenal zu. Die Gruppe gab zwar viel Geld für Waffen aus und versuchte, weitere zu beschaffen, doch ein großer Teil ihres Programms war chaotisch und erfolglos.
- Manche sagen, Aum sei nach 1995 verschwunden. Die ursprüngliche Organisation verlor ihren Rechtsstatus, doch es bildeten sich Nachfolgegruppen, die in Japan weiterhin unter behördlicher Beobachtung stehen.
Wichtige Personen
- Shoko Asahara (Chizuo Matsumoto)Gründer und Guru von Aum Shinrikyo (1955–2018), als Drahtzieher der Morde verurteilt und 2018 hingerichtet
- Tsutsumi SakamotoAnwalt in Yokohama (1956–1989), der Familien von Mitgliedern vertrat und von Aum-Mitgliedern zusammen mit seiner Frau und seinem Sohn ermordet wurde
- Hideo MuraiFührendes Aum-Mitglied (1958–1995), zuständig für das ‚Wissenschafts‘-Programm, im April 1995 von einem Außenstehenden getötet
- Haruki MurakamiSchriftsteller, dessen Gespräche mit Opfern und ehemaligen Mitgliedern, veröffentlicht als Untergrundkrieg, die Erinnerung an den Anschlag prägten
Bräuche und Regeln
Weltentsagung
Engagierte Mitglieder wurden shukke, Entsagende, die ihr Eigentum und ihre Familien aufgaben, um unter der Leitung des Gurus in Aum-Kommunen zu leben.
Yoga und Askese
Der Alltag drehte sich um Yoga, Meditation, lange Rezitationen und strenge Askese, darunter Fasten, Schlafentzug und Einschließung.
Bezahlte Initiationen
Mitglieder zahlten hohe Summen für Initiationen, die die spirituelle Energie des Gurus übertragen sollten; bei manchen kamen Gegenstände oder Substanzen zum Einsatz, die mit Asahara selbst in Verbindung standen.
Elektrodenkappen
Manche Anhänger trugen mit Batterien verkabelte Kappen, die als Mittel verkauft wurden, ihre Gehirnwellen mit denen des Gurus in Einklang zu bringen.
Totaler Gehorsam
Den Jüngern wurde gelehrt, dass das Wort des Gurus über jeder gewöhnlichen moralischen Regel stehe, und Widerspruch wurde bestraft, manchmal mit Gewalt.
Kapitel I
Ein Yogakreis in Tokio
Shoko Asahara wurde 1955 als Chizuo Matsumoto in der Präfektur Kumamoto auf der südlichen Insel Kyushu geboren, in eine arme Familie von Tatamimachern. Von Geburt an sehbehindert, besuchte er eine Blindenschule und zog später nach Tokio, wo er einen Laden für Kräuterheilmittel betrieb und 1982 wegen des Verkaufs gefälschter Arzneien eine Geldstrafe erhielt. Wie viele junge Japaner jener Zeit fühlte er sich vom Boom spiritueller Bewegungen angezogen, die als „neue neue Religionen“ bekannt sind, und gehörte eine Weile einer von ihnen an, Agonshu, die durch esoterische buddhistische Praxis spirituelle Kraft versprach.
1984 eröffnete er in Tokio eine kleine Yoga- und Meditationsschule. Er behauptete, 1986 im Himalaya die Erleuchtung erlangt zu haben, reiste durch Indien und benannte seine Gruppe 1987 in Aum Shinrikyo um, etwa „Aum, die Lehre der Höchsten Wahrheit“. Fotos von Begegnungen mit bekannten religiösen Persönlichkeiten im Ausland verschafften ihm Ansehen. 1989 trug die Präfekturverwaltung Tokio Aum nach einigem Zögern als religiöse Körperschaft ein und gewährte ihr damit rechtlichen Schutz und Steuervorteile.
Fachleute bevorzugen für Gruppen wie Aum oft den neutralen Begriff „neue religiöse Bewegung“, weil „Sekte“ eine umstrittene Bezeichnung ist, die sich ungerecht auf jeden unvertrauten Glauben anwenden lässt. Im Fall von Aum wurde das Etikett allerdings nach Verbrechen angeheftet, die die Gerichte später im Einzelnen feststellten.
Kapitel II
Der Guru und das nahende Armageddon
Die Lehre von Aum war eine Mischung. Ihre Hauptgottheit war der Hindugott Shiva, ihre Meditationen und Begriffe stammten großenteils aus dem indischen und tibetischen Buddhismus, und ihre Zukunftsvision entlehnte sie der Offenbarung des Johannes und populären Deutungen des Nostradamus. Asahara lehrte, ein letzter Krieg, Armageddon, stehe bevor, und nur wer durch seine Praktiken geläutert sei, werde überleben. Mit der Zeit wurden seine Vorhersagen düsterer und genauer, und die Außenwelt, vor allem der japanische Staat und die Vereinigten Staaten, rückte in die Rolle des Feindes.
Das Herzstück von Aum war die Beziehung zwischen Guru und Jünger. Gewöhnliche Mitglieder besuchten Kurse und Seminare, während engagierte Anhänger zu Entsagenden wurden, ihre Ersparnisse abgaben und die Bindungen an ihre Familien kappten, um in Kommunen zu leben. Die größte lag in Kamikuishiki am Fuß des Fuji. Das Leben dort bestand aus Yoga, Rezitationen, Fasten und harter Askese, und die Mitglieder zahlten hohe Summen für Initiationen, die ihnen einen Anteil an der spirituellen Kraft des Gurus versprachen. Asahara deutete die tibetisch-buddhistische Vorstellung des poa, der Übertragung des Bewusstseins im Tod, zu einer Lehre um, nach der Töten dem Opfer nützen könne, wenn ein erleuchteter Meister es anordne. Diese Verzerrung, die buddhistische Lehrer zurückwiesen, diente später zur Rechtfertigung von Mord.
Aum warb energisch Mitglieder, und auffallend viele von ihnen waren junge Absolventen guter Universitäten, darunter Ärzte, Chemiker und Ingenieure. Manche trieb die Enttäuschung über Japans leistungsorientierte, materialistische Gesellschaft, andere echter spiritueller Hunger. 1990 kandidierten Asahara und 24 Anhänger als Partei der Höchsten Wahrheit für das Parlament und erlitten allesamt schwere Niederlagen. Historiker sehen in dieser Demütigung oft einen Wendepunkt, nach dem sich die Gruppe weiter von der Gesellschaft zurückzog und mit dem Bau von Waffen begann. Sie dehnte sich auch ins Ausland aus, vor allem nach Russland, wo sie Anfang der 1990er-Jahre Zehntausende Anhänger für sich beanspruchte.
Kapitel III
Mord und der U-Bahn-Anschlag
Die Gewalt begann innerhalb der Bewegung und griff nach außen über. 1989 wurde ein Mitglied getötet, das austreten wollte. Im November desselben Jahres ermordeten Mitglieder Tsutsumi Sakamoto, einen Anwalt in Yokohama, der Familien half, die Kontakt zu Angehörigen in Aum suchten, zusammen mit seiner Frau und ihrem kleinen Sohn. Der Fall blieb jahrelang offiziell ungeklärt, obwohl der Verdacht von Anfang an auf Aum fiel.
Im Juni 1994 setzten Mitglieder in einem Wohnviertel von Matsumoto Nervengas frei, nahe einem Gebäude, das von Richtern genutzt wurde, die einen Prozess gegen die Gruppe verhandelten; sieben Menschen starben, ein achtes Opfer starb 2008. Dann, am Morgen des 20. März 1995, setzten fünf Teams von Mitgliedern in U-Bahn-Zügen Nervengas frei, die auf Kasumigaseki zufuhren, das Regierungsviertel im Zentrum Tokios. Bis Ende 1996 waren dreizehn Menschen gestorben, und ein vierzehntes Opfer, das seither mit schweren Verletzungen gelebt hatte, starb 2020. Mehr als 6.000 Menschen wurden verletzt, viele von ihnen mit bleibenden Folgen.
Zwei Tage später durchsuchte die Polizei Einrichtungen von Aum in ganz Japan. Asahara wurde in einem Versteck in Kamikuishiki gefunden und am 16. Mai 1995 verhaftet. Hunderte Mitglieder wurden vernommen, viele angeklagt. 2004 verurteilte das Bezirksgericht Tokio Asahara zum Tode und machte ihn für 13 Verbrechen und 27 Todesfälle verantwortlich; das Urteil wurde 2006 rechtskräftig. Zwölf weitere Mitglieder erhielten ebenfalls Todesurteile. Alle dreizehn wurden im Juli 2018 in zwei Gruppen hingerichtet, mehr als zwanzig Jahre nach dem Anschlag.
Die folgenden Prozesse gehörten zu den längsten der japanischen Rechtsgeschichte. Asaharas eigener Prozess begann 1996 und dauerte fast acht Jahre, in denen er sich vor Gericht kaum je zusammenhängend äußerte; seine Anwälte machten geltend, er sei nicht verhandlungsfähig, was die Gerichte zurückwiesen. Ehemalige Mitglieder, die aussagten, beschrieben eine abgeschlossene Welt, in der die Befehle des Gurus nicht infrage gestellt werden durften und Zweifelnde eingesperrt oder bestraft wurden. Einige führende Figuren äußerten vor Gericht Reue und schrieben ausführlich darüber, wie sie die Logik des Gurus übernommen hatten. Ihre Aussagen wurden zu einer wichtigen Quelle für Historiker, die verstehen wollen, wie gewöhnliche, oft idealistische Menschen dazu kamen, sich an schweren Verbrechen zu beteiligen.
Kapitel IV
Nachwirkungen und Erinnerung
Der Anschlag zwang Japan zu der Frage, wie eine solche Gruppe unbemerkt gedeihen konnte. Behörden wurden kritisiert, weil sie Aum einen Rechtsstatus gewährt und die Gruppe nicht mit früheren Verbrechen in Verbindung gebracht hatten. Ein Gericht ordnete 1995 die Auflösung von Aum als religiöse Körperschaft an, eine Entscheidung, die 1996 rechtskräftig wurde, und das Gesetz über religiöse Körperschaften wurde geändert, um eine engere Aufsicht zu ermöglichen. Nachfolgegruppen bestehen und stehen in Japan weiterhin unter behördlicher Beobachtung.
Für viele Japaner beendete der Anschlag das Nachkriegsgefühl der Sicherheit im Alltag. Opfer und ihre Familien kämpften jahrelang um Anerkennung und Unterstützung, und 2008 wurde ein Gesetz verabschiedet, das ihnen staatliche Hilfe gewährt. Haruki Murakamis Buch „Untergrundkrieg“, entstanden aus Gesprächen mit Fahrgästen und später mit ehemaligen Mitgliedern, gab den Opfern eine Stimme und fragte, warum kluge junge Menschen Asahara gefolgt waren.
Forscher wie Ian Reader und Robert Jay Lifton haben Aum als Fall untersucht, an dem sich zeigt, wie Endzeitglaube, ein allmächtiger Führer und Abschottung von der Gesellschaft einander verstärken können. Ihre Arbeiten warnen vor einfachen Erklärungen. Die meisten neuen religiösen Bewegungen werden nie gewalttätig, und was Aum unterschied, war nach ihrer Auffassung die Verbindung aus einem Guru, der absoluten Gehorsam verlangte, einer Lehre, die das Töten rechtfertigte, und Mitgliedern mit den Fähigkeiten und Mitteln, danach zu handeln.
Wo es geschah
- 1984 Tokio (Shibuya)
- November 1989 Yokohama
- Anfang der 1990er–1995 Kamikuishiki (am Fuji)
- Juni 1994 Matsumoto
- 20. März 1995 Kasumigaseki, Tokio
Häufige Fragen
Was war Aum Shinrikyo?
Eine japanische neue religiöse Bewegung, 1984 von Shoko Asahara gegründet, die Yoga, buddhistische und hinduistische Vorstellungen und christliche Endzeitprophetie vermischte. Bekannt ist sie vor allem durch den Nervengasanschlag auf die Tokioter U-Bahn 1995.
Wie viele Menschen starben bei dem Anschlag auf die Tokioter U-Bahn?
Bis Ende 1996 starben dreizehn Menschen, und ein vierzehntes Opfer, das schwer verletzt worden war, starb 2020. Mehr als 6.000 Menschen wurden verletzt.
Was geschah mit Shoko Asahara?
Er wurde im Mai 1995 verhaftet, 2004 vom Bezirksgericht Tokio zum Tode verurteilt und im Juli 2018 zusammen mit zwölf weiteren zum Tode verurteilten Mitgliedern hingerichtet.
Gibt es Aum Shinrikyo noch?
Die ursprüngliche Organisation verlor 1996 ihren Status als religiöse Körperschaft. Es gibt Nachfolgegruppen, die in Japan unter behördlicher Beobachtung stehen.
Quellen und weiterführende Literatur
- Ian Reader, Religious Violence in Contemporary Japan: The Case of Aum Shinrikyō (Curzon Press, 2000)
- Robert Jay Lifton, Destroying the World to Save It: Aum Shinrikyo, Apocalyptic Violence, and the New Global Terrorism (Metropolitan Books, 1999)
- Haruki Murakami, Underground: The Tokyo Gas Attack and the Japanese Psyche (Harvill Press, 2000)
- D. W. Brackett, Holy Terror: Armageddon in Tokyo (Weatherhill, 1996)