Codex of FaithsEin illustrierter Atlas des Glaubens

Bahá’í-Religion

Riḍván

Wann ist Riḍván 2027? Das zwölftägige Bahá’í-Fest: Bahá’u’lláhs Erklärung seiner Sendung 1863 im Garten Riḍván in Bagdad, seine heiligen Tage und die Bahá’í-Wahlen.

Nächster Termin

21. April – 2. Mai 2027

Heilige Tage, an denen die Arbeit ruht, sind der erste, neunte und zwölfte Tag: 21. April, 29. April und 2. Mai.

Kurz gesagt

  1. I.Riḍván, „Paradies“, ist das heiligste Bahá’í-Fest, der „König der Feste“.
  2. II.Es erinnert an die zwölf Tage, die Bahá’u’lláh 1863 im Garten Riḍván in Bagdad verbrachte.
  3. III.Dort erklärte er seinen Gefährten, dass er der vom Báb Verheißene sei.
  4. IV.Während des Festes werden die örtlichen und nationalen Bahá’í-Räte gewählt.

Kapitel I

Was gefeiert wird

Im April 1863, bevor er in eine weitere Verbannung aufbrach, lagerte Bahá’u’lláh mit seiner Familie und seinen Gefährten in einem Garten vor Bagdad, den sie Riḍván nannten. Dort verkündete er, dass er der vom Báb verheißene Gesandte Gottes sei. Die Bahá’í sehen in dieser Erklärung den Gründungsmoment ihres Glaubens.

Das Fest feiert die erneuerte Offenbarung Gottes und die Freude, die den Garten erfüllte.

Kapitel II

Wie gefeiert wird

Die Bahá’í kommen zu Gebeten, Lesungen und Feiern zusammen, besonders an den drei heiligen Tagen. Am ersten Tag finden die Wahlen der Örtlichen Geistigen Räte statt, und während des Festes werden die Nationaltagungen abgehalten. Alle fünf Jahre wird in Haifa das Universale Haus der Gerechtigkeit gewählt.

Kapitel III

In aller Welt

Bahá’í-Gemeinden in mehr als zweihundert Ländern und Territorien begehen Riḍván mit Zusammenkünften, oft in Privathäusern und Gemeindezentren, die Freunden und Nachbarn offenstehen.

Häufige Fragen

Warum war Bahá’u’lláh in Bagdad?

Er war aus Iran verbannt worden. 1863 befahlen ihm die osmanischen Behörden, nach Konstantinopel weiterzuziehen, und vor seiner Abreise verbrachte er zwölf Tage in dem Garten am Ufer des Tigris.

Was hat es mit den Wahlen auf sich?

Die Bahá’í-Gemeinden wählen am ersten Tag von Riḍván ihre neunköpfigen Örtlichen Geistigen Räte, ohne Kandidaten oder Wahlkampf, in geheimer Abstimmung.